Waldorfkindergarten und -krippe als sicherer Ort
Ein Schutzkonzept für die eigene Einrichtung entwickeln
Online-Fortbildung
Ein Schutzkonzept zu haben, ist das eine. Es im Alltag gemeinsam zu leben, ist die eigentliche Herausforderung.
An sieben Abenden nehmen wir uns jeweils einen wichtigen Baustein vor – praxisnah, gemeinsam und mit ausreichend Zeit zum Ausprobieren, Nach- denken und Diskutieren. Dazwischen tragen Sie das Erarbeitete direkt in Ihre eigene Einrichtung: Sie schauen auf Ihre Räume, Ihre Abläufe und konkrete Pflegesituationen. Sie bringen Fälle mit, bei denen die Antwort nicht sofort klar ist: Was ist noch angemessen – und wo beginnt eine Grenze?
Dabei geht es nicht um fertige Antworten von außen, sondern darum, gemeinsam Sicherheit im Handeln zu entwickeln, Haltung zu zeigen und herauszufinden: Wofür stehe ich persönlich – und wie können wir als Team dafür sorgen, dass Schutz im Alltag wirklich gelingt?
Am Ende steht mehr als ein Konzept auf Papier: ein Schutzkonzept, das im Alltag trägt – und eine gemeinsame Haltung, auf die Ihre Einrichtung bauen kann.
Warum ein Schutzkonzept zur Erziehungskunst gehört
In der Waldorfpädagogik ist die Selbsterziehung des Erwachsenen ein wesentlicher Teil der Pädagogik. Ein Schutzkonzept setzt genau dort an: bei der bewussten Wahrnehmung des eigenen Handelns, bei der Frage nach dem eigenen Vorbild und bei der Bereitschaft, sich selbst immer wieder zu hinterfragen.
Was daraus entsteht, ist Handlungssicherheit. Wer sich bereits im Vorfeld damit auseinandersetzt, wie in der eigenen Einrichtung gepflegt, getröstet, begleitet und mit Konflikten umgegangen wird, muss in herausfordernden Situationen nicht improvisieren. Das gibt Orientierung und Sicherheit – und schützt sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen, die Verantwortung tragen.
- Abwechslungsreicher Mix aus Input, Fallarbeit, Kleingruppen und Austausch
- Praxisnahe Materialien, Vorlagen und Anlagen zur direkten Weiterverwendung in Ihrer Einrichtung
- Kleine Vertiefungsaufgaben zwischen den Modulen
Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie als pdf-Datei herunterladen können:
Kurs: Schutzkonzept für die eigene Einrichtung erstellen
Sie wollen mehr erfahren? Gerne beraten wir Sie persönlich!
Tel. 0621/3098720, E-Mail: info@waldorferzieherseminar-ma.de
Inhalte
1. Die Kita als sicherer Ort
Was macht eine Einrichtung für Kinder, Eltern, Fachkräfte und Vorstände sicher? Definitionen von Grenzverletzung, Übergriff und sexualisierter Gewalt. Formen von Gewalt im Alltag, sichtbare undsubtile. Ein erster Überblick über Prävention und Intervention.
2. Potenzial- und Risikoanalyse
Wo liegen die verletzlichen Momente in Ihrer Einrichtung? Sie gehen durch Ihre eigenen Räume, vom Pflegebad bis zum Schlafraum, und schauen auf Abläufe, Zuständigkeiten und Machtverhältnisse. Ebenso mit dem Blick auf das, was schon gut trägt.
3. Verhaltensampel
Fallarbeit an fünf Situationen aus dem Kita-Alltag. Ein Kind, das lange auf dem Töpfchen sitzt. Ein Kind, das als einziges auf den Schoß genommen wird. Sie sortieren: Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es und wie können diese eingeordnet werden?
4. Selbstverpflichtungserklärung
Ein Orientierungsrahmen für grenzachtenden Umgang, den jede und jeder unterschreibt. Er schützt die Kinder und ebenso die Mitarbeitenden vor falschem Verdacht. Rechtliche Grundlagen, pädagogische Ziele und die Frage: Wofür verpflichte ich mich persönlich?
5. Beschwerde- und Konfliktleitfaden
Wohin können sich Kinder wenden, wohin Eltern, wohin Mitarbeitende, wenn etwas nicht stimmt? Welche Ansprechpersonen und Wege gibt es in der eigenen Einrichtung? Wie erkennt man die Beschwerde eines Kindes, das noch keine Worte dafür hat? Und wie sieht der Verfahrensablauf bei einem Verdacht innerhalb der eigenen Einrichtung aus?
6. Kultur der Achtsamkeit
Ein Schutzkonzept lebt von der Art, wie ein Kollegium zusammenarbeitet. Dieser Abend fragt nach der Fehlerkultur, nach dem Mut, Dinge anzusprechen und danach, woran Sie merken, dass Achtsamkeit gerade nicht praktiziert wird.
7. Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII
Der rechtliche Rahmen als Instrumente zur Risikoeinschätzung: Der Weg von der ersten Beobachtung über die Dokumentation bis zur Meldung sowie die Zusammenarbeit mit der insoweit erfahrenen Fachkraft, dem Jugendamt und Fachberatungsstellen.
Kurstermine
Termine der Fortbildungen ab Januar 2027
| Fortbildungsreihe A | Fortbildungsreihe B | |
| 1. Modul: | 26.01.2027 | 17.03.2027 |
| 2. Modul: | 16.02.2027 | 07.04.2027 |
| 3. Modul: | 02.03.2027 | 02.06.2027 |
| 4. Modul: | 16.03.2027 | 23.06.2027 |
| 5. Modul: | 06.04.2027 | 08.09.2027 |
| 6. Modul: | 27.04.2027 | 29.09.2027 |
| 7. Modul: | 11.05.2027 | 27.10.2027 |
Kosten
Gesamtpreis: 175 €
Dozentinnen
Seminarleitung und Dozentin an dem Seminar für Waldorfpädagogik Mannheim, ehem. Fachberaterin der Vereinigung der Waldorf-Kindertageseinrichtungen Baden-Württemberg. Kindheitspädagogin, Waldorferzieherin und Qualitätskoordinatorin GAB. Achtzehn Jahre Praxis in Kindergärten und Krippen, darunter die Gründung und Leitung einer Einrichtung.
Christiane Heffner
Master in systemischer Supervision, Coaching und Organisationsberatung, zert. Mediatorin, Trainerin in Gewaltfreier Kommunikation, Dozentin am Seminar für Waldorfpädagogik Mannheim mit menschenkundlichen Themen, langjährige Fachberaterin für Waldorfkindergärten in der Region Bodensee-Oberschwaben, ehem. Waldorfkindergärtnerin und Kitaleitung.
Anmeldung
Das Wichtigste im Überblick
Kursbeginn
Nächster Beginn:
26.01. oder 17.03.2027
Kursdauer
Die insgesamt sieben Module finden in regelmäßigen Abständen online statt und erstrecken sich über ca. ein halbes Jahr.
Kosten
Gesamtpreis: 175 €
Impressionen aus dem Unterricht
Die Waldorfpädagogik setzt auf eine empathische Beziehung zwischen Erzieher*in und Kind. Unsere Weiterbildungen unterstützen Sie dabei, souverän und sicher mit unterschiedlichsten pädagogischen und sozialen Situationen umzugehen.
Dabei verbinden wir Theorie und Praxis mit künstlerischen, kreativen Elementen. Wie das konkret aussieht? Hier erhalten Sie einige Einblicke:













