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Impressionen aus dem Unterricht

Die Waldorfpädagogik setzt auf eine empathische Beziehung zwischen Erzieher*in und Kind. Unsere Weiterbildungen unterstützen Sie dabei, souverän und sicher mit unterschiedlichsten pädagogischen und sozialen Situationen umzugehen.

Dabei verbinden wir Theorie und Praxis mit künstlerischen, kreativen Elementen. Wie das konkret aussieht? Hier erhalten Sie einige Einblicke:

Arbeiten mit Schafwolle

Einer alten Technik der Textilverarbeitung näherten sich die Seminarist*innen an ihrem Seminartag zum Thema Filzen. Die Rohwolle des Schafes konnten sie in verschiedenen Prozessstufen der Weiterverarbeitung wahrnehmen. Die Verwandlung dieses aus der Natur geschenkten Rohstoffes, handgefertigt zu einem naturbelassenen Objekt, wurde durch einen kreativen künstlerischen Prozess erlebt.

Die Teilnehmenden gestalteten Bälle, Schnüre und Filzflächen in Form von wunderschönen Sitzkissen für die in den Einrichtungen stattfindenden Draußen-Zeiten. Indem sie sich in die Grundformen des Filzens einarbeiteten, konnten sie eine Basis für die Umsetzung im eigenen pädagogischen Kontext schaffen.

filzen

Pflanzenfarben & Marionetten

Das Wochenende startete für die Seminarist*innen am Freitag mit einer Einführung in das Thema Färben mit Pflanzen, dem Einrichten einer Färberstube und dem Vorbereiten der Farbflotten für den nächsten Tag. Beim Färben am Samstagvormittag konnten sie gemeinsam aus den Farbtöpfen der Natur schöpfen. Seidentücher in gelben, grünen und braunen Erdtönen erstrahlten nach dem Färbeprozess mit den gesammelten heimischen Pflanzen. Himmelsfarben wie Blau und Rot benötigten zugekaufte Färberpflanzen aus anderen Breitengraden.

Die Lebendigkeit der Pflanzenfarben beinhaltete für den „Färber“ stets das Geschenk der Überraschung. Die dabei erforderliche Ergebnisoffenheit und Experimentierfreude sind auch Qualitäten für den Impuls des spielenden Kindes. Die Verwandlung der Seidentücher zu Seidenmarionetten fügte der Lebendigkeit der Farben eine Luftigkeit und Leichtigkeit hinzu, die dazu einlud, eine Märchenbühne zu gestalten und zu üben, die Marionetten zu führen. Zum Abschluss des Wochenendes führten die Seminarist*innen drei wunderbare Märchen auf.

pflanzen

Fantasie? Natürlich!

Kratzig oder weich, leicht oder schwer: Natürliche Materialien wie Wolle, Seide oder Holz bieten verschiedenste Sinnesreize. Und sie lassen Raum für eigene Vorstellungen – ein Stück Filz kann eine Mütze sein, ein Vogelnest oder ein Kissen.

Auch die Puppenspiel-Aufführungen im Waldorfkindergarten laden dazu ein, innere, fantasievolle Bilder zu entwickeln. Farbige Tücher, ein paar Hölzer oder andere Naturmaterialien bilden die angedeutete Kulisse, in der die Erzieher*innen mit selbst gestalteten Puppen Märchen und Geschichten für die Kinder lebendig werden lassen.

Dies haben wir an einem Seminartag gemeinsam geübt: Die Teilnehmenden haben sich jeweils eine Geschichte ausgesucht, auswendig gelernt und dazu passende kleine Puppen aus Wolle gestaltet. Im Anschluss führten sie die verschiedenen Stücke auf.

fantasie

Rhythmus erleben

Vom Tages- oder Wochenlauf bis zum Wechsel der Jahreszeiten: Unser Leben wird durch Rhythmus und Wiederholung geprägt. Der Garten oder der Wald bieten im Jahreslauf unterschiedlichste Erfahrungsmöglichkeiten für alle Sinne: die erste Sonne und das frische Grün im Frühling, den Duft der blühenden Wiesen in der Sommerhitze, die Farbigkeit des Herbstwaldes oder die schneebedeckten Wege im Winter.

Auch die traditionellen Jahresfeste sorgen für Struktur und Orientierung. Kinder lieben die damit verbundenen Rituale: Fasching feiern, Ostergras aussähen, ein Johannifeuer entzünden oder Laternen basteln … Während der liebevollen Vorbereitung wächst die Vorfreude von Tag zu Tag.

rythmus

Persönlichkeitsbildung

Pädagogische Kompetenz umfasst mehr als theoretisches Fachwissen. Unsere Weiterbildungs-Angebote setzen deshalb auf eine stimmige Verbindung von Theorie, Praxis und künstlerischen Elementen. Kreatives Tun vermittelt eine schöpferische Energie, die nicht nur der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zugutekommt, sondern auch in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen inspiriert und trägt.

Angehende Waldorferzieher*innen erhalten im Lauf der Weiterbildung vielfältige Anregungen für Kopf, Herz und Hand. Im abschließenden Kolloquiums-Jahr können sie das erworbene Wissen und ihre Fähigkeiten in der Praxis überprüfen und daran weiterforschen.

bildung

Der Raum erzieht mit

In der Pädagogik sprechen wir vom Raum als „drittem Erzieher“. Was damit gemeint ist, konnten die Seminarist*innen bei einem Workshop mit dem Architekten Jens Heißler erfahren. Gemeinsam bauten sie verschiedene Räume und spürten dem eigenen Empfinden nach: Welche Rolle spielen Licht und Dunkelheit, wie verändern Farben das Raumgefühl?

Aus gutem Grund legt die Waldorfpädagogik Wert auf organische Formen, natürliche Materialien und freundliche Farbtöne. Sie schaffen harmonische Innenräume, die den Kindern Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Doch auch in der Natur erleben sie den Raum: die Weite der Wiesen, den schattigen Wald oder das schützende Blätterdach der Bäume mit ihren wechselnden Farben im Jahreslauf.

raum

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